Okt 01 2008

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Geotagging – Fotos mit Ortsangabe als Beweismittel gegen Bilderklau

Abgelegt 18:04 unter Urheber- / Bildrecht,Web-Design

Eine Neuerung in der Fototechnik verspricht eine weiter Plausibilisierung von Beweismitteln: Das Geotagging. Beim Geotaggin speichert die Kameras, wo ein Bild aufgenommen wurde. Hierzu ist ein GPS-Empfänger in Fotoapparat oder Handy erforderlich, die diese Daten bei der Aufnahme aufzeichnen. Richtiger Abgleich der Geräte vorausgesetzt, können diese Daten künftig als weiterer Anhaltspunkte für den Nachweis der Urheberschaft gelten. Ha z. B. der Fotograf nicht eine Fotoserie o. ä. erstellt aber in räumlicher Nähe stark unterschiedliche Daten gemacht oder kann z. B. Flug- und Hotelrechnungen zu den Geodaten vorlegen, so ist ein solcher Vortrag nur noch entsprechend schwer zu entkräften.

In einem Hintergrundartikel von Sven Stillich im Stern vom 17.09.2008 werden die begrifflichen und technischen Hintergründe erläutert. Dabei beißt es:

„Mehr und mehr Fotohandys und Kameras nutzen GPS, die Ortsbestimmung per Satellit, die überall auf der Welt bei der Nav­igation von Autos, Schiffen oder Flugzeugen hilft. Mit einem einfachen GPS-Empfänger weiß die Kamera immer, wo sie gerade ist, und sie kann diese Information in der Bilddatei speichern. Jedes Foto trägt dann die Daten seines Geburtsorts huckepack, es kennt dessen Längen- und Breitengrad. Die Technik heißt „Geotagging“: „Geo“, weil es um Geografie geht, „tagging“ bedeutet auf Englisch „mit einem Etikett versehen“.“

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