Dez 05 2008

Profilbild von RA_Exner

Märkische Allgemeine: eBay-Betrug mit 20.000 Euro Schaden

Wieder einmal bereichtet eine Zeitung (Märkische Allgemeine vom 22.11.2008) von einem Gerichtsverfahren, bei dem gutgläubige Besteller bei nie Ware gesehen haben. Innerhalb ca. eines Monats solen 20 Kunden neue Plasmafernseher und Laptops im Wert von 20.000,- EUR bestellt haben, ohne Ware zu erhalten. Der Beschuldigte will die Verkäufe für eine Firma AR Medien vermittelt haben. Diese soll dem Arbeitslosen durch eine Werbemail angeboten haben, Ware für die Frma über zu verkaufen. Der verschuldete Beschuldigte sain einer angebotenen Beteiligung von 40% eine Chance, seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Doch diese Zusagen sollen mündlich erfolgt sein.


Trick oder Wahrheit
Belege für eine Entlastung fehelen, wie es in dem o. g. Bericht heißt:

„Weil S. weder einen Vertrag noch einen Zahlungsnachweis an seine Auftraggeber vorlegen kann, steht die Frage im Raum, ob die Firma eine Erfindung ist, um von eigener Schuld abzulenken.“

Es ist also nachdrücklich vor den mündlichen oder sonst auffälligen Angeboten (hohe Verdienstzusagen) von Jobs in Online-Geschäften zu warnen. Zugleich können auch die entsprechenden Beschuldigten nur gewarnt werden: Wer eine Geschichte erfindet, um von der eigenen Schuld abzulenken, kann auch auf ungnädige Richter treffen. Danndrohen wegen fehlender Einsicht und meist fehlender Wiedergutmachung Ansätze für eine milde Strafe. Dies war im vorliegenden Fall anders.

Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel – www.auktion-und-recht.de

Keine Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.